Themen-Blogs, Produkt- und Marken-Blogs, Projekt-Blogs

Mai 14, 2008

Intern, sowie extern können Themen-Blogs ähnlich wie Knowledge-Blogs abwechslungsreiche Inhalte in Firmen belegen. In Themen-Blogs werden Darstellungen abgefasst, gesammelt, verlinkt und begründet, um Erkenntnisse und Berichte zu verschiedenen Themen und Hilfe bei Probleme zu vermitteln. Bis anhin beschäftigen sich vor allem Berater, welche sich speziellen Themen und Branchen widmen, mit Themen-Blogs. Häufig nutzen diese dabei die Gelegenheit in ihren Blogs mit Wissen zu prahlen, um andere von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Dies tun sie im Hinblick darauf, neue Kunden zu akquirieren, denn wenn es gelingt, mittels Themen-Blogs bei möglichen Kooperationspartnern und Mitarbeitern Berühmtheit zu erlangen, lohnen sich diese auch.

Weiter stellen diese Art von Weblogs für viele Juristen ein reizvolles Instrumentarium dar, Informationen im Hinblick auf ein rechtliches Spezialgebiet darzulegen und dadurch auf sich aufmerksam zu machen. Als Beispiel sei der Blog von Udo Vetter erwähnt (www.lawblog.de), welcher verschiedene juristische Fragestellungen beantwortet.

Eine weitere Interessengruppe für Themen-Blogs sind Anbieter, welche sich auf neue Technologien spezialisiert haben. Nico Zorn stellt in seinem E-Mail Marketing Blog (www.E-Mailmarketingblog.de) Details rund um E-Mailnutzung in der Unternehmenskommunikation bereit. Firmen oder Einzelpersonen ist es durch Themen-Blogs möglich, ansprechende Inhalte zu präsentieren, Erkenntnisse zu vermitteln und dadurch zur eigenen Imagebildung beizutragen.

Bei den Produkt- und Marken-Blogs stehen, im Unterschied zu Service- oder Themen-Blogs, die persönlichen Produkte oder die Marke im Zentrum. So setzen vor allem Firmen auf diese Möglichkeit des „Word of Mouth-Marketings”, welche Produkte oder Programme mittels Weblogs vorstellen wollen. Auf diese Art verzeichnen sogar Nischenprodukte mit geringem Marketingbudget dank direkter Empfehlungen beträchtliche Chancen. Zirka 33 Prozent von Weblog-Nutzern haben wegen einem Blog-Eintrag Dritten gegenüber ein Produkt oder eine Dienstleistung empfohlen, bzw. nicht empfohlen und weiter machten 32 Prozent dieser Weblog-Nutzern den persönlichen Einkauf von einem Eintrag abhängig. Dies spricht also für die Errichtung eines Produkte- oder Marken-Blogs, in welchem Unternehmen die Möglichkeit des Meinungsaustausches über Produkte oder Marken schaffen, um potentielle Kunden mit eigenen Produkten oder Marken vertraut zu machen und diese dadurch zu binden. Zerfass und Boelter nennen diesbezüglich Patrice Cassard, welcher in seinem Blog „LaFraise“ die Kunden Designentwürfe für neue T-Shirts mitgestalten und bewerten lässt. Das Siegerdesign aller gestalteten Vorschläge wird schlussendlich in limitierter Auflage produziert und der Designer erhält 300 €.

Laut Zerfass und Boelter stellen Projekt-Blogs eine interne Einsatzmöglichkeit von Corporate Blogs dar, welche zur Begleitung und Dokumentation von Projekten eingesetzt werden können. So eignet sich vor allem die chronologische, rückwärtsgewandte Sortierung der Einträge für die Mitarbeiter eines Projektes, sich immer über den aktuellsten Stand zu informieren. Im Unterschied zu komplexen Projektmanagement-Systemen stellen Blogs vor allem für kleine und begrenzte Projekte eine kostengünstige Alternative dar, welche sich schnell umsetzen lässt. So gibt IBM den Mitarbeitern eine Blog-Plattform (http://www-128.ibm.com/developerworks/blogs/) an die Hand, um Softwareentwicklungen voranzubringen. Diese Plattform wird zum globalen Informationsaustausch von ungefähr 500 Mitwirkenden in 30 Ländern rege benutzt.

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